Julian Stockmann

Humanitäre Tradition tatkräftig fördern

Die Idee

Die Familie Stockmann aus Sarnen prägt seit über 200 Jahren die Geschichte des sozialen Engagements für kranke und benachteiligte Menschen. Mit dem Stockmann-Fonds werden die humanitäre Tradition weitergeführt und benach teiligte Menschen unterstützt sowie Ausbildungen und Projekte in der Obwaldner Langzeitpflege gefördert.

Sie bekämpften Typhusepidemien, führten Kurse für Krankenpflege durch, waren Begründer der berühmten «Sarner Schwestern»-Ausbildungen und ermöglichten den Bau des Alters- und Pflegeheims in Sarnen: Die Familie Stockmann hat sich über Generationen hinweg für kranke und benachteiligte Menschen eingesetzt.

Dieser Tradition fühlen wir uns verpflichtet. Denn Humanität und Engagement, Tatkraft und Mitmenschlichkeit sind gerade auch in der heutigen Zeit wichtiger denn je. Sei es für die Unterstützung von Benachteiligten in Notsituationen, sei es für die Ausbildung von Menschen, welche sich in der Pflege engagieren.






Titelbild:
Julian Stockmann, Arzt und Gründer der Sarner Schwesternschule.

Aus diesem Grund haben wir den Stockmann-Fonds gegründet, welcher mittels Spenden die humanitäre Tradition der Familie Stockmann weiterführt. Für Ihre Unterstützung danken wir Ihnen.

Hanspeter Kiser - Unterschrift

Hanspeter Kiser
Präsident Stiftung «Zukunft Alter - Wohnen und Betreuung»

Entdecker, Förderer, Gründer

Der Gründer

Julian Stockmann, 1861 geboren, war nach dem Medizin - studium anfänglich Assistent seines Vaters, gründete 1906 seine eigene Praxis in Sarnen und war 1909 bis 1944 auch Arzt am Kantonsspital Obwalden. Bereits 1902 hielt er Vorträge über die Regeln einfacher Krankenpflege. Ab 1903 führte er zusammen mit seine Ehefrau Berta Stockmann- Durrer Krankenpflegekurse durch, aus de - nen die Sarner Pflege rinnenschule hervorging. Ab 1931 arbeiteten seine drei Töchter in der Sarner Pflegerinnenschule mit und übernahmen 1946, nach dem Tod ihres Vaters, die Leitung.


Das Buch

Vom Kapuzinerkloster zur «Residenz Am Schärme», von der Trinkerheilanstalt zum Kurhaus am Sarnersee. Im Buch «Geborgenheit am Sarnersee» berichtet Andreas Ander halden über die Geschichte und die Bedeutung dieser Institutionen im Obwaldner Gesundheitswesen und über deren Pioniere wie die Familie Stockmann. Das Buch ist 2016 im Brunner Verlag erschienen. Der Buch - erlös fliesst in den Stockmann-Fonds.

Begründer des humanitären Wirkens war Dr. med. Felix Josef Stockmann-Ettlin (1794-1847), welcher in Sarnen eine Arztpraxis eröffnete. Dessen Wirken als Mediziner setzte sein Sohn Melchior Stockmann- Wyrsch (1831-1922) fort. Er erkannte die Not ins - besondere der armen Bevölkerung. Aufgrund der schlechten Wohnverhältnisse kam es zu enormen Komplikationen bei Hausgeburten und zu Erkrankungen. Und er handelte: So führte er den ersten Kaiserschnitt in Obwalden durch und zeigte auf, dass die Typhusepidemien einen Zusammenhang mit der Trinkwasserversorgung hatten.

In dieser Tradition der Engagements für die Menschlichkeit wuchs auch Julian, eines seiner zwölf Kinder, auf. Zusammen mit seiner Ehefrau Berta Stockmann- Durrer führte der Arzt die edle, von Humanismus und christlicher Ethik geprägte Einstellung der Familie Stockmann den benachteiligten Mitmenschen gegenüber, segensreich fort. Julian Stockmann Berta Stockmann-Durrer
Das Arztehepaar erkannte, dass eine direkte unterstützende Hilfe zwar wertvoll und schnell lindernd, aber nicht nachhaltig war. Dies veranlasste Julian und Berta Stockmann-Durrer, 1903 einen ersten Kurs für

Julian Stockmann Julian StockmannKrankenpflege durchzuführen. Nach äusserst bescheidenen Anfängen im Wohnhaus der Stockmanns an der Bahnhofstrasse in Sarnen konnten 1951 Schulräume im Bruder-Klausenhof, dem heutigen Kurhaus am Sarnersee, eingerichtet werden.

Aus diesem Engagement ist ein grosses Werk entstanden. In über 100 Jahren wurden mehrere Tausend Kranken schwestern ausgebildet, die unter dem Begriff «Sarner Schwester» schweizweit in der Haus- und stationären Pflege eine enorm segensreiche Tätigkeit ausübten und im In- und Ausland für höchste Pflege qualität standen. Die Idee der Hilfe und Pflege der heutigen Spitex ist massgeblich am Sarnersee geprägt worden.

Nach dem Tod der Eltern führten die Kinder Edith, Marie-Theres, Dora und Heinrich Stockmann das Werk ihrer Eltern in selbst loser Art und Weise weiter. Dora Stockmann (1904-1997) erkannte in den 1960er-Jahren eine grosse Lücke in der Altersbetreuung und lancierte, zusammen mit den Exponenten der Stiftung Betagtenheim Obwalden, den Bau eines Alters- und Pflegeheims. Dank dieses tatkräftigen und sozial geprägten Einsatzes konnte 1979 in Sarnen die «Residenz Am Schärme» eröffnet werden.






Julian-Stockmann-mit-seinen-drei-Toechtern-Edith-Marie-Theres-und-Dora

Julian Stockmann mit seinen drei Töchtern Edith, Marie-Theres und Dora.

Ein Fonds für Hilfe und Förderung

Die Stiftung

Die Stiftung Zukunft Alter - Wohnen und Betreuung nimmt folgende Aufgaben wahr:

  • Führen der «Residenz Am Schärme» in Sarnen und des «Kurhaus am Sarnersee » in Wilen
  • Betrieb eines Kompetenzzentrums für Fragen im Alter mit Seminarangeboten für Bewohner, Angehörige und Öffentlichkeit
  • Durchführung von Fachsymposien sowie Öffentlichkeitsarbeit im Altersund Gesundheits - bereich.

Im heutigen Kurhaus am Sarnersee begründeten Julian und Berta Stockmann-Durrer die Pflegerinnenschule und Dora Stockmann, eine ihrer Töchter, war massgeblich beim Bau der «Residenz Am Schärme» beteiligt.

Die gemeinnützige Stiftung «Zukunft Alter - Wohnen und Betreuung», Trägerin dieser beiden Institutionen, hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, die edlen und von tiefer Menschlichkeit geprägten Traditionen der Familie Stockmann aufzunehmen und in ihrem Sinn weiterzupflegen.

Julian Stockmann-Durrer mit seinen Kindern vor seinem Wohnhaus in Sarnen. Julian Stockmann-Durrer mit seinen Kindern vor seinem Wohnhaus in Sarnen.

Verwendung der Fondsmittel

  • Unterstützung von kranken und benachteiligten Menschen in Notsituationen
  • Unterstützung von pflegenden Angehörigen in Notsituationen
  • Stipendien an Personen, die eine Ausbildung im Bereich der Langzeitpflege in einer Obwaldner Pflege institution absolvieren
  • Unterstützung von innovativen und nachhaltigen Projekten zur Förderung der ambulanten und stationären Langzeitpflege
  • Zweckgebundene Anliegen nach Massgabe des Spenders

Für Ihre Unterstützung des Stockmann-Fonds danken wir Ihnen herzlich.

Gesuch zur Unterstützung sind an die Fondskommission zu richten. Wir bitten Sie dazu die notwendigen Unterlagen beizulegen

Eine «Sarner Schwester» im Einsatz um ca. 1940. Eine «Sarner Schwester» im Einsatz um ca. 1940.

Fondskommission

Die Fondskommission befindet gemäss Reglement über Anträge der potentiellen Leistungsempfänger.

Hanspeter Kiser Markus Walker
Vorsitzender

Markus Walker Cornelia Caratsch
Kommissionsmitglied

Roman Wüst Roman Wüst
Kommissionsmitglied